Worte die wie Spiegel, Klingen.

Koennte der Nebel in meinem Herzen weinen, so wuerde der Nebel dem Regen weichen und alles was da war, wuerde weggespuelt.

Augenscheinlich ist Isolation nur der Wunsch nach Abgrenzung von dem Gewicht der Welt. Selbstbestimmte Isolation liegt Einsamkeit zugrunde, die sich selbst verzehrt, bis nichts mehr bleibt, bis nur noch ein Käfig von der Einsamkeit der Isolation zeugt,

- Nebelherz

Augenscheinlich ist Isolation nur der Wunsch nach Abgrenzung von dem Gewicht der Welt. Selbstbestimmte Isolation liegt Einsamkeit zugrunde, die sich selbst verzehrt, bis nichts mehr bleibt, bis nur noch ein Käfig von der Einsamkeit der Isolation zeugt,

- Nebelherz

Abgründe türmen sich unerhört in die Ewigkeit,
Vergänglichkeit ziert zerbrechlich und voller Behändigkeit,
Ängstlich, stumm und vergänglich,
Das Antlitz unbeständig, Blicke rasen unbewegt,
Unentwegt zwischen Momenten, werden fortgeweht von Fragmenten,
Gehen unter in den Segmenten toter Traumsequenzen,
In stummen Frequenzen zerbrechen lautlos Worte,
Vergessen leblose Orte der Einsamkeit,
Lieblos zerrinnt die Ewigkeit rastlos in Monumenten,
Zeitlos, werden Gedanken zu Konsumenten,
Enden, zerfessen von Eitelkeit, zeronnener Einsamkeit,
Begonnener Zweisamkeit, tanzen Zweifel,
Verloren in belangloser Zeit,
Zerreiht der Augenblick hoffnungsloser Feind,
Stille, sich in Spiegeln bricht, unverwandt,
Und unerkannt mein Blick auf Silber trifft,
Während Zeit, unverkannt das Leben umschifft,
Verliert sich all mein Selbst im Nichts.

—Nebelherz

Funken

In den Schatten tanzen Funken,
leuchten, glimmen, tanzen Funken,
unbeirrt durch nichts gebunden,
im Schatten sanftes glimmen gefunden,
dass sanft die Funken jene Zeit umrunden,
die für Stunden, leuchtend, sich die Funken,
steigen auf und nieder, sanft dem Wind entwunden,
stirbt glühend heiß ein einz’ger Funken,
der auf mich nieder ist gesunken,
mit meinem Fleisch auf ewig sich verbunden,
starb sanft der letzte Schlimmer, Funken,
den ich auf meiner Haut gefunden.

Gedanken

Und wieder tanzen die Gedanken, in kreisen um Gedanken,
Die wuchern, in jede Windung meines Hirns sich winden,
Dich mit dornengekrönte Ranken, mit jeder Windung sanft umranken,
Die Gedanken sich um des Denkens willen an jede Faser binden,
Wie eine Plage, das Denken, sich im Kreise drehender Gedanken.

Zeitlos

*

Im Moment der Zeit, während alle Welt sich dreht,
fragend nur der letzte Schein, um sein letztes Flackern fleht,
voller Sehnsucht bäumt sich eine Flamme auf, entzündet sich erneut,
die Inbrunst sich in ihr verzehrt, ach was haben wir ihr angetan,
zu guter Letzt, der Docht verbrannt, die Zeit der Kerze weich zerrann,
auf dem Ziffernblatt des Momentes, unaufhaltsam stumm vergeht.

Um des Opfers willen totgeschlagen, stellt sich alle Welt die Fragen,
auf die Niemand eine Antwort weiß, weil die Lügen weniger beklagen,
was die Wahrheit nicht verkünden will, da es niemand glauben mag,
wer die Zeit raubt und wer sie gibt, was des Menschen Verstand nie sieht,
denn um die Wahrheit zu ertragen, muss man sich mit Sein befassen,
was des Menschen Geist, stumpf in Gedanken, sich nicht traut zu fragen.

Der Letzte Wille des verbrannten Lichts, zu illuminieren das Geschick,
der Menschenrasse alter Geist, verbrannt in seiner Angst vor dem Glück,
das ein jeder sich selbst geknüpft, auf der Flucht vor des Tages Dämmerung,
während Worte an der Zunge ersticken, und Füße über Träume stolpern,
die Köpfe sich stumm im Takte wiegen, zur Musik längst erloschner Lügen,
und die Masse sich in Zweifeln bricht, trüb vor Leere der Menschen Blick.

Im Angesicht der Zeit, des Momentes in der stillen Wacht,
sieht man den Menschen im Kerzenschein, angeklagt unter Anbetracht,
was die Wahrheit vor uns allen verbarg, der Lüge Triumph sich unentwegt,
der Sehnsucht nach mehr, kühn entgegenstellt, während Kerzenschein allein erstickt,
ohne Licht die Dunkelheit auf Reisen schickt, in leeren Blicken um die Welt,
zieht auf ewiglich, die Schwärze in unsere Herzen ein, und alles was bleibt war Nacht.

*

Nachtwache

*
Im Kopf, der Ursprung der Gedanken,
Beginnen Träume mein Tun und Sein,
Voller Inbrunst und Gier, zaghaft zu umranken.

Der Seele Widerhall ganz und gar entronnen,
Der Augen Glanz verblasst im bleiernen Schein,
Spüre ich, mein Blut in den Adern, geronnen.

Der Schatten trister Geburt, unsagbarer Schmerz,
Lindert der Sehnsucht Suche nach Ewigkeit,
Nährt jede Windung des Labyrinths im Herz.

Die Gedanken ranken sich im Widerspruch,
Verträumt die Seele sich haltlos in die Einsamkeit,
Das Schweigen schreit all den Mut zu Bruch.

Worte verhallen ungehört, in tiefen Tälern,
Stille verbreitet sich unweigerlich kalt,
Und beginnen meine Zuversicht zu schmälern.

Unaufhaltsam zerfressen Zweifel über Stunden,
Des Träumers Zukunft, letzen Halt,
Während Nächte meinen Geist umrunden.
*

Sehnsucht.

*

Alte Seele die Du ruhst in mir,
zeige mir den Weg zu ihr,
der Sehnsucht, altem Ich,
verwildert im Unterholz vermischt,
die Saat meiner Tugend stolz,
verborgen im fahlen Holz.

Durch der Gestirne Überzahl,
ein Gedanke sich zu dir davonstahl,
um zu finden Dich im dunklen Schein,
vergaß ich mich selbst in deinem Sein,
verlief mich in der endlose Weite,
auf der Suche nach meiner unbekannten Seite.

Verwirrt durch das Nichts ich lief,
immer wieder deinen Namen rief,
doch zerbrachen meine Worte hier,
an den Zähnen, sie galten dir.
Meine Stille niemand zu verstehen mag,
und niemand zu durchbrechen wagt,
die Sehnsucht tief in mir schreit,
die mir keinen weiteren Schritt verzeiht.

Ich suche Dich nun Nimmermehr,
meine Gedanken starben hier im Heer,
zu stillen meine Sehnsucht,
habe ich unter tausend Toten versucht.
Doch nur Gram all das gebar,
meine Suche nicht verhandelbar,
und ewiglich die Sehnsucht brennt,
ein Durst, der keine Gnade kennt.

Einsam ist mein Weg durch die Zeit,
doch all das ist morgen schon Vergangenheit,
wenn ich Dich doch niemals finde,
ich spüre Hoffnung unter meiner alten Rinde.
Doch auch die Hoffnung den Durst nicht stillt,
all meine Gedanken nur der Unbekannten gilt,
die meine Sehnsucht im Keim erstickt,
und wahre Liebe in meinem Herzen strickt.

*

Fluss der Zeit.

*

Im Fluss der Zeit, treibt die Strömung,

ihr kleines Spiel mit uns,
Nichts, Nichts ist von Bestand,
klammern uns an allem, was entgegen kommt.

Im Fluss der Zeit, reißt die Strömung,
uns in die Tiefen davon,
Alles fließt davon, im Sand der Zeit,
die unbändig wie ein Fluss alles nieder reißt.

Im Fluss der Zeit, zieht die Strömung,
uns durch die Ewigkeit,
In unsagbaren Tiefen scheint selbst das Licht,
dunkel und finster wie die Nacht.

Im Fluss der Zeit, geleitet uns die Strömung,
uns in der das Meer hinaus,
in dem Sicher und Ewiglich, Tag auf Tag,
die Sorge an der Brandung bricht.

Im Fluss der Zeit, nimmt die Strömung,
uns mit an das Ende,
an dem Alles neu beginnt,
und die Zeit uns nicht mehr, wie Sand durch die Finger rinnt.

*

Ein neuer Tag.

*

Flammen züngeln, peitschen,
Durch des Himmels angesicht,
Auf der Erde, kalte Nebelgicht.
Sonnenaufgang ohne Zeit,
Leblos treibt der Mensch in die Endlichkeit.

Niemand tanzt, keiner singt,
Ein jeder in Apathie versinkt.
Lautes Rauschen über mir,
Die Luft ertrinkt im Stimmgewirr.

Einsam ein jedes Herz,
Schlägt und verdrängt den Schmerz.
Kein Glanz in den vielen Augen,
Verantwortung abgelegt im Glauben.

Im Morgenrot zerfließt die Nacht,
Im Angesicht steht ein letzter Verdacht,
Der Tod, ein letzter Hoffnungsschimmer,
Im Herzen getragen, begleitet uns immer.


Herzensdinge.

*

Im Kopf die Stimme schreit nach mehr,
das Herz es ruft „Siehst Du das Meer“?

Wie Dornen ranken sich Gedanken,
lösen alle Schranken, die zurückhalten was soll nicht,
zurückkehren an des Zweifels Tageslicht.

Doch wie die Wolken, zieht das Herz,
kaum merklich zurück, unter der Flut,
sich zurück in seinen Schmerz.

Die Dornen unterdessen treiben ihre Dornen,
an unbekannte Orte, wo Gedanken schon lange begraben,
in einem Grab der Worte.

Das Herz wird fahl und schwach,
kämpft weiter ohne Unterlass, kämpft alleine für sich selbst,
verdirbt im kranken Hass.

Die Stimme schreit im Kopf,
„gib auf den Kampf, den Du alleine nicht kannst gewinnen,
all die Hoffnung wird zu Dampf!“

Das Herz erwidert schwach,
„Was weißt Du schon von meinem Schmerz, Du bist nur der Kopf,
ich bin das Herz!“

Niemals wusste der Kopf was zu tun,
zu verworren die Gedanken, um Für und Wider, auf und Nieder,
doch nun öffnen sich die Schranken.

Die Schranken der Bitterkeit,
hätten niemals wieder geöffnet werden sollen, zu tief und Dunkel was dort begraben,
in dem alten Stollen.

Das Herz verficht seine Einsamkeit,
es ist stark, doch nicht unbegrenzt ist seine Kraft,
schon bald ist es trist und karg.

Zweifel kriechen aus der Dunkelheit,
in den Kopf hinein, das Herz sich noch immer wehrt,
doch auch das Herz wird erfüllt vom Zweifel sein.

Wenn der letzte Tag anbricht,
sind die Zweifel bereits im Angesicht, des Tages und der Nacht,
und die Hoffnung in ihrem Schatten ganz verlischt.

*

Das alte Spiel

Jeder Blick von dir,
trüb wie Bleiglas.
Jedes Wort von dir,
brüchig wie morsches Holz.
Jede Berührung von dir,
brennend wie Feuer.
Jeder Atemzug von dir,
wie Säure in meinen Lungen.

Stumm schau ich in den Spiegel,
jede Narbe ist ein Siegel,
verbirgt alte Wunden,
die Geister drehen für Stunden ihre Runden,
in meinem schweren Kopf,
spür’ ich den Schmerz wie einen Pfropf.
Es hallen die Gedanken wider,
immer wieder, immer wieder.

Jeder Blick von dir,
sticht in meinen Augen.
Jedes Wort von dir,
drückt auf meine Lippen.
Jede Berührung von dir,
versenkt meine Haut.
Jeder Atemzug von dir,
verätzt meine Lungen.

Und immer wieder steh ich vor dem Spiegel,
treibe die Scherben in meine Seele und gab mir jeden Titel,
Vergrub meinen Kopf mit nur einem Ziel,
zerfalle Stück für Stück in diesem alten Spiel,
ohne Hände die mich führen aus diesem Kreislauf,
nehm’ ich all meinen Hass in kauf.
Es zieht mich zum Spiegel hinauf,
es würgt mich, die Gedanken schreien auf,
ich schrei’ stumm den Spiegel an:
Du kotzt mich an!

In jener Nacht

In jener Nacht blühten unzählige Lichter am Himmel,
man nannte sie Sterne, Himmelslichter, manchmal auch Träume.
Zum ersten mal seit langem konnte man das Schauspiel sehen,
zu oft hingen Wolken in den Himmeln und versperrten die Sicht.

In jener Nacht umspielte der Wind sanft mein Haar,
wehte einzelne Strähnen umher, in mein Gesicht, in meine Augen.
Doch nahmen mir die Haare trotz Allem nicht die Sicht,
für der Schönheit Schauspiel dieser Nacht.

In jener Nacht trug die Kälte eine Melodie in meine Ohren,
sang mir Träume in mein Herz, schimmernd wie die Sterne am Himmelszelt.
Symphonien so warm und klar, wie ein unberührter See an Sommertagen,
so unerreicht und tief, wie der Grund der Meere, tiefe Schluchten voller Leben.

In jener Nacht trafen zwei der Sterne meinen Augenblick,
dunkel wie die Nacht selbst und heller als das pure Licht der Sonne.
Tief gruben sich die Sterne in mein Wesen, voller Wärme,
meinen Blick nicht abwendet von der Schönheit die mir gewahr, versank ich in dem Deinem.

In jener Nacht berührte mich der Wind tief im Herzen,
durch deine Berührung, schmolz der Gram aus meinem Sein.
Zarte Finger umfuhren meine Konturen und die Sterne strahlten mich an,
wie wahr gewordene Träume, schloss ich deine Hand in meine.

In jener Nacht trug die Kälte der Nacht deine Stimme in mein Ohr,
füllte mich mit deinem Wesen, einer ewigen Symphonie voller Wärme.
Du warst bei mir, in den Sternen, dem Wind und der Nacht,
egal wo wir auch sind, Du umfließt mein Sein, verbunden durch die Zeit.

Wir.

Ein Licht erhellt den Horizont,
Nichts was mich noch hält,
das gleißend helle Feuerwerk,
mir die Nacht erhellt.

Ein Riss bricht den Himmel entzwei,
keine Gedanken an das was war,
vor mir liegt die neue Welt,
und Du bist alles was zählt.

Die Zeit stand mir im Angesicht,
gefroren in der Ewigkeit,
verlor mein Gesicht im düst’ren Zwielicht,
Totgeträumt durch leeres Nichts,
vergaß ich mich.

Licht bricht aus mir heraus,
umfließt mein ganzes sein,
ein Schein der alles erhellt,
die alte Fasse, langsam zerfällt.

Vor mir fließt die Zeit davon,
folge ihr auf Schritt und tritt,
führt mich weg von hier,
geradewegs zu dir.

Die Zeit steht mir im Angesicht,
eingebrannt in Ewigkeit,
fand mein Gesicht im Glanz des Eises,
Neu geträumt im hellen Gleißen,
deines Wesens.

In deinen Armen die ganze Welt zerbricht,
alles um uns herum verschwimmt,
deine Berührung lähmt den Schmerz,
deine Nähe heilt mein Herz.

Dein Antlitz zerfällt zu Tau,
im Morgenrot meiner Sonne,
verbunden durch die Zeit,
gebunden in die Ewigkeit.

So zergehen wir im letzten Tanz,
ein letzter Funke schmilzt den letzten Frost,
ehe meine Glut verlischt,
und unsere Welt im Nebel versinkt.

Stumm

Wo bin ich hier, was?
Es ist zu viel gesagt, Nichts,
hast Du gesagt.
Kein weiteres Wort gewagt.
Deine Lippen blieben stumm,
stumm wie deine Augen,
starren ins Nichts.
Stumm.

Der Glanz verblasst,
blass wie deine Haut.
Ohne Gefühl, kein Wort,
fand für mein Gefühl kein Wort,
an diesem Ort.
Hier liegst Du nun,
liegst vor mir.
Nichts dringt,
kein Laut, aus deinem Mund.
Stumm.

Verhängnisvoll,
hängt der Tag.
Wie ein schwerer Mantel,
schwer wie Blei,
auf meinen Lidern.
Nichts sehen meinen Augen,
mehr denn je,
meine Augen sehen nichts.
Blind schau’ ich,
schau’ auf Dich herab.
Stumm.

Hier liegst Du nun,
wunderschön, wie Du da liegst,
stumm und ohne Wort,
an diesem kalten Ort.
Ich wache über Dich,
stumme Wacht halte ich.
Meine Arme dienen dir,
deinem Schutz,
wie ein Mantel,
der vor Kälte schützt.
Stumm.

Vom Winde verweht.

Die Seele, wie ein Grashalm, im Winde sich wiegt,
ewiglich des Träumers Herzschlag bebt,
wie ein Grashalm im Winde verweht,
die Seele durch des Lebens Irrgarten weht.

Der Herzschlag – wie ein Erdstoß – durch des Träumers Brust bebt,
der Seele hinterher, im Winde, durch die Wege geht,
auf der Suche nach dem letzten Grashalm,
dem letzten Halt, bevor der Wind ihn weg geweht.

Taumelt, rennt und stoppt, im Irrgarten des Lebens,
des Träumers Seele steht, der Herzschlag zu ihm geweht,
wiegt sich im Gras, der letzte Halm, der Halt ihm gibt,
vereint am Horizont, die Seele und der Träumer.

Der Herzschlag bebt, in seiner Brust, vergebens,
der letzte Halm fortgeweht, durch den Irrgarten des Lebens.
Der Weg zu weit, der Wind zu stark,
vereint und doch getrennt, schließe ich den Sarg.